Geschichte & Kulturerbe

Jahrtausende Geschichte — von den dakischen Festungen über die Industriezeit bis zur touristischen Wiedergeburt des Schiltals.

Zeitleiste des Schiltals

Antike

Die dakische Periode

Die Daker errichteten Befestigungen im Gebiet der Șureanu-Berge, darunter die Festung Bănița. Diese Festungen gehörten zum Verteidigungsnetz Dakiens und schützten den Zugang zum Herzen des Königreichs.

2.–13. Jh.

Römische & mittelalterliche Periode

Nach der römischen Eroberung im Jahr 106 n. Chr. wurde das Gebiet in die Provinz Dakien eingegliedert. Im Mittelalter entwickelten die Momârlanen-Gemeinschaften eigene Traditionen, die sich von denen ihrer Nachbarn unterschieden.

18.–19. Jh.

Die österreichisch-ungarische Ära

Unter der Verwaltung des Österreichisch-Ungarischen Reiches erlebte das Schiltal eine rasche Industrialisierung. Die ersten Kohlebergwerke wurden Mitte des 19. Jahrhunderts eröffnet und zogen Arbeiter aus ganz Europa an.

1840–1948

Die Blütezeit des Bergbaus

Der Kohlebergbau verwandelte das Schiltal in ein bedeutendes Industriezentrum. Eisenbahnen, Arbeitersiedlungen und moderne Infrastruktur wurden errichtet. Die Bevölkerung wuchs exponentiell.

1948–1989

Die kommunistische Periode

Unter dem kommunistischen Regime wurde der Bergbau massiv ausgebaut. Die Städte im Tal wuchsen und die Bergwerke wurden zur wirtschaftlichen Säule der Region. Der Bergarbeiterstreik von 1977 war ein Akt des Mutes gegen das Regime.

1990–2000

Die Mineriaden und der Übergang

Nach der Revolution durchlief das Schiltal eine schmerzhafte wirtschaftliche Umstrukturierung. Die Mineriaden der 90er Jahre und der Streik von 1999 lenkten die Aufmerksamkeit auf die Schwierigkeiten der Bergbaugemeinden.

2000–Gegenwart

Die touristische Wiedergeburt

Mit der schrittweisen Schließung der Bergwerke erfindet sich das Schiltal durch Bergtourismus, Skistationen (Straja, Parâng) und die Nutzung des einzigartigen Natur- und Kulturerbes neu.